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Schon in alten Hochkulturen waren die Gärten der Herrscherschicht kunstvoll architektonisch und geometrisch gestaltet.
Diese Entwicklung, der kunstvoll beschnittenen Pflanzen, findet in der Barockzeit ihren Höhepunkt.





Ludwig
XIV - besser bekannt als der Sonnenkönig - perfektionierte in Frankreich
bereits, ab dem Jahr 1631 bis zum Jahr 1710 als die Schlosskapelle
fertiggestellt wurde, die barocke architektonische Gartenkunst mit
Formbäumen und Formhecken jeder Art, in den Aussen- und Gartenanlagen
des Prunkschlosses Versailles.Für die bequem Jagd legte man einen weiteren 6614 Hektar grossen Park - aus Terminzwang natürlich angefüllt mit jagdbaren Tieren jeder Art - an.
Im wesentlichen zur Zerstreuung der gelangweilten Hofdamen wurde auch noch gleich ein grosser Wildpark - mit einer für die damalige Zeit sensationeller Tierbesatzung, wie Löwen, Tigern, Kamelen, Dromedaren, einem Nashorn und einem Elefantenweibchen - eingerichtet.




Auf einem trockengelegten Sumpf entstand ein 100 Hektar grosser Park mit Wasserbecken und Kanälen.
Es wurde gemäß dem barocken Zeitgeschmack eine Orangerie errichtet - nur in Diesem kleinen Bruchteil der Gesamtanlage wurden bereits 3000 Sträuchern und Bäumen als Dekoration eingesetzt.
Die gesamte Anzahl an Bäumen mit einem Formschnitt dürfte, auch aktuell, im Bereich mehrerer Zehntausend liegen.
Zu den Glanzzeiten des Schlosses Versailles wurde der gigantische Park durch mehr als 75.000 gestutzte Bäume und Bäumchen verziert.




Die barocken Gartenanlagen dienten ausschliesslich dem Vergnügen der adligen Besitzer und Ihrem Gefolge.
Die ursprüngliche Planung der Springbrunnen, Kaskaden und sonstiger Wasserspiele, in den Gartenanlagen des Barockschlosses Versailles, sah 1400 Wasserspiele jeder nur denkbaren Art vor, aus Wassermangel müssten jedoch grosse Abstriche an der Sollplanung hingenommen werden.




Eine der eindrucksvollsten Wasseranlagen ist das Bassin mit den Fontänen der Apollonquadriga.
Kunstvoll beschnittenen Pflanzen, jeder Art sind auch aktuell wieder ein Muss, in jedem repräsentativen und modernen deutschen Garten.
Die Fotos in Folge zeigen den aktuellen Zeitgeschmack deutscher Formschnitte - relativ pflegeleicht, ohne übertriebene barocke Auswüchse.




Ausgewachsene Gartenbonsai, Formbäume, Formbüsche, Formgehölze und Schnittgehölze - im Gegensatz zu den sehr viel kleineren Bonsai - für Gärten, öffentliche Anlagen und Parks, werden seit mehreren hundert Jahren als historisch barocke Elemente vorwiegend in Schlössern und Gutshöfen, in Frankreich, Deutschland, Österreich und England, kultiviert, emsig geschnitten und gepflegt.




Seit einigen Jahrzehnten haben Diese, manchmal schon sehr exzentrisch aussehenden barocken Gewächse, auch private deutsche Gärten erreicht.




Es gibt kaum eine Form die nicht angestrebt wird und eine Vielzahl von Büschen und Baumarten sind für einen Formschnitt geeignet.
































